zur Übersicht

Der Bedarf an zuverlässigen Datenleitungen und Kommunikationsdiensten steigt und steigt. Der mobile Zugriff auf die jüngsten Kundenumsatzdaten, den letztverfügbaren Auftragsstatus sowie auf die aktualisierten Projektpläne zur Terminkontrolle sind zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Herr und Frau Schweizer zählen darauf, dass ihre Daten und Informationen immer und von überall her nutzbar sind. Auch Datenzugriffe über ein Wireless LAN oder das Mobilfunknetz beruhen im Endeffekt auf hochverfügbaren und schnellen Kabelleitungen für den Transport der Daten. Wer aber betreibt solche «Daten-Pipelines» und wie werden deren Risiken bewirtschaftet? Dieser Inside-Out-Bericht beleuchtet dies näher.

Naturgemäss haben Menschen vor Gasleitungen etwas Respekt. Das Gas ist weder sicht ­ noch greifbar – und I’m Kontakt mit Feuer kann es schnell zu einer Katastrophe kommen. Aus diesem Grund gelten für die Installation und den Betrieb von Erdgas ­Versorgungsnetzen ganz besondere Sicherheitsvorschriften. Die Gasversorgungen unternehmen grosse Anstrengungen, um die Sicherheit beim Umgang mit Erdgas zu gewährleisten. Erdgasleitungen liegen geschützt unter der Erde und warden durch Mess-­ und Regelanlagen ständig überwacht. Die Gasnetz­-Betreiber überprüfen die Leitungen und Anlagen regelmässig mittels Sichtkontrollen und sanieren oder erneuern sie bei Bedarf.

Stephan Benz ist bei GAS&COM als Key Account Manager verantwortlich für die Kundenbetreuung und den Vertrieb im Firmenkunden-Geschäft.

Hochsicher transportieren

Auch Daten hochsicher transportieren

Diese Sicherheitsvorschriften für die Erdgashochdruckanlagen stellen auch für Kommunikationsdienste ein Potenzial dar. Die sich daraus ergebenden Hochsicherheits-Standards sind das Fundament des Geschäftsmodells der Firma GAS&COM AG. Das Unternehmen mit Sitz an der Ballonstrasse in Schlieren ist ein Joint Venture von Unternehmen aus der Schweizer Erdgaswirtschaft. Ein wesentlicher Aktionär ist Erdgas Ostschweiz.

GAS&COM AG bietet «Daten-­Pipelines» mit verschiedenen Dienstleistungen an. Die Rohr und Kabelanlagen sind parallel zu den schweizerischen Erdgashochdruckanlagen verlegt. Die Sicherheit der Trassen ist sehr hoch und das Beschädigungsrisiko äusserst gering. Darauf zählen die Kunden, die ihre Rechenzentren untereinander verbinden. Der Ausfall einer solchen Verbindung bedeutet für mehrere 10 000 Mitarbeitende offline zu sein. Ein Szenario, das man sich nicht leisten kann. Aus diesem Grund geniesst das Risikomanagement bei GAS&COM AG einen hohen Stellenwert. Das Hauptrisiko sind Unterbrüche – beispielsweise ein Kabelbruch durch Bagger, der Ausfall einer Netzwerk Komponente oder ein Ausfall bei der Zulieferung von Strom. Eine solcherart reduzierte Verfügbarkeit kann Unternehmen existenziell gefährden. Die GAS&COM AG begegnet diesen Risiken mit vollständiger Redundanz. Durchdachte Kabelrouten, Trassen, das Netzwerkdesign, ein ausgeklügeltes Netzwerk ­Monitoring und ein 7×24 ­Stunden Alarmsystem stellen einen stabilen Betriebsicher.

Gewappnet für das schlimmstmögliche Szenario

Selbst für das Havarie-Szenario gewappnet

Als schlimmstmögliches Ereignis gilt die «Havarie». Ein solches Grossereignis könnte eintreten, wenn ein Gas-­Röhrenspeicher beschädigt wird und explodiert. In einem solchen Szenario ist mit einer grossflächigen Zerstörung zu rechnen. Die GAS&COM AG betreibt in Schlieren ihr Network Operations Center (NOC). Im NOC werden kontinuierlich Lageanalysen durchgeführt und Lagebilder generiert. Diese Lagebilder erlauben es, für  die defekten Datenverbindungen schnell eine alternative Route zu finden, die Verbindungen umzuleiten und für die Kunden die notwendigen Kapazitäten wieder bereitzustellen. Selbstverständlich ist auch das NOC mehrfach redundant ausgelegt. Die Lagebilder werden mit Hilfe verschiedener Sensoren erstellt und aktualisiert. Dazu gehören Druck-­, Spannungs-­, Temperatur­ und Feuchtigkeitssensoren sowie optische Kontrollen. Letztere werden durch Personen im Gelände vorgenommen und durch Luftaufnahmen ergänzt. Auf Basis eines definierten Einsatzplanes fliegen Helikopterpiloten die Routen der Erdgasverbindungen ab und prüfen, wie sich das Gelände vor Ort präsentiert. Interessant sind dabei Erdbewegungen, Wasserläufe, Baustellen, Schwertransporte usw.

Für die Überwachung der Erdgasverbindungen gelten besonders strenge Sicherheitsvorschriften, die sich auch positiv auf die Datenkabelanlagen auswirken. Denn die Gasleitungsnetze erfordern von Gesetzeswegen laufend eine engmaschige Überwachung. Von dieser erhöhten Sicherheit profitieren daher auch die Kunden ganz direkt. Damit gilt die GAS&COM AG als Anbieter für die sichersten Datenverbindungen der Schweiz im Bereich Glasfaser Kommunikation.

Das Rückgrat des Netzwerks der GAS&COM AG mit Netzwerk-Knoten und Repeater-Stationen

Die permanente Überwachung

Managed Services

Im Grundsatz bietet die GAS&COM AG ihren Kunden die erforderlichen Kapazitäten als sogenannte «Dark Fibre» an. Eine «dunkle Glasfaser» steht dem Kunden vollständig für Nutzdaten in Form von Lichtwellen zur Verfügung. Das heisst, dass der Anbieter in der dunklen Glasfaser keine eigenen Daten überträgt und diese deshalb als Dark Fibre verkauft wird. Die Kabelführung in den Trassen ist auf die Medium ­Position im Sicherheitsstreifen der Erdgashochdruck ­Leitungen definiert. Damit sind die Sicherheitsabstände zu möglichen Gefahren links und rechts der Trasse maximal ausgelegt. Als weitere Risikomanagement ­Dienstleistungen sind die Verbindungen typischerweise redundant geführt, sodass bei einem Ausfall automatisch eine vorbereitete Plan -B-­Verbindung in Betrieb genommen wird. Durch die permanente Überwachung im NOC in Schlieren gelten die Dienstleistungen als «Managed Service» und sind verlässlich.

Um die Risiken zielgruppengerecht zu steuern, steht die GAS&COM AG mit den entsprechenden Exponenten auf Kundenseite in Kontakt. Der gegenseitige Informationsfluss ist zentral. Es ist ja auch denkbar, dass beim Kunden Umbauarbeiten an der Infrastruktur oder bei Software Komponenten vorgenommen werden, die von der GAS&COM AG nicht beeinflusst werden können. Wenn in einem solchen Fall die Pikett ­Organisation aufgeboten wird, entstehen unnötige Aufwände und Kosten.

Das Risikomanagment

Bedeutung des Risikomanagements

Für alle Kunden von GAS&COM AG ist es relevant, dass das Unternehmen auf Basis des Leistungsauftrags aus dem Aktionariat verpflichtet ist, die höchste Verfügbarkeit der Basis ­Infrastruktur sicherzustellen. Die Risiken und möglichen Auswirkungen in Bezug auf die Bereitstellung von Kommunikationsverbindungen und ­-netzen werden laufend überprüft. Massnahmen zur operativen Risikominimierung werden schnell umgesetzt. Gerade im Zeitalter von Smart Solutions, Cloud Services usw. ist die Verfügbarkeit und Stabilität der Basis ­Infra­struktur, wie sie die GAS&COM AG bietet, ein notwendiges Glied der gesamtheitlichen Risikobetrachtung der Informationstechnologie.

Risikomanagement im Gelände: Kontrolle der Gas- und Datennetz-Trasse per Helikopter
Typischer Tagesablauf mit integriertem Risikomanagement
«Parexa ist es wichtig, die Erkenntnisse aus Projekten zu nutzen und zu teilen, denn Fehler sollen sich nicht wiederholen. Wir kombinieren aktuelles Fachwissen mit Erfahrung aus Projekten.»