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Die Medien publizieren fleissig über die Digitalisierung, die Annäherung an die «digitale Welt» findet in vielen kleinen Schritten statt.

Unternehmen und Verwaltungen tun sich aber noch schwer mit «digitalen Prozessen». Teilweise werden lediglich Formulare auf einer Website digitalisiert, die der Kunde dann ausfüllen darf. In solchen Fällen kann weniger von Digitalisierung, sondern höchstens von Automatisierung die Rede sein. Für durchgängige «digitale Kundenerlebnisse» fehlen elementare Bausteine wie die Identifikation der Person, die übergreifende Verwaltung von Nutzerprofilen oder moderne Zahlungsmethoden, die ohne das Abtippen der Daten von einer Plastikkarte auskommen.

Ein wichtiger Grund, warum gewisse Veränderungen mehr Zeit brauchen, ist das Be- dürfnis nach Sicherheit. Wir geben bei der Nutzung von Apps und Websites persönliche Informationen weiter, laden Daten oder Dokumente auf eine soziale Plattform oder speichern diese in einer Cloud. Oft ist un-klar, wer diese Apps anbietet, in welchen Re- chenzentren eine Cloud betrieben wird und was mit persönlichen Daten alles geschieht.

Die Nutzungsbedingungen sind dabei wenig hilfreich, denn das Bedürfnis nach Sicherheit kann nicht mit seitenlangen juristischen Abhandlungen (dafür konform zur DSGVO) befriedigt werden. Denn Sicherheit braucht auch Vertrauen. Insbesondere bei Dienstleistungen, die unsere Gesundheitsdaten oder Kontoinformationen betreffen, hält sich die Lust auf «digitale Kost» in Grenzen. Banken bieten heute schon mehrere digitale oder teilautomatisierte Möglichkeiten an, um Rechnungen zu begleichen. Doch weder E-Rechnung, Lastschriftverfahren noch E-Payment-Lösungen wie TWINT haben bislang signifikante Marktanteile gewonnen. Auch das elektro- nische Patientendossier ist wenig praxisnah – die Lösungen sind «föderal isoliert» und für Patienten kaum benutzerfreundlich. Aus der Projektpraxis wissen wir: Es ist entscheidend, die Menschen mit auf die Reise in die digitale Welt zu nehmen. Denn nur wer deren Möglichkeiten kennt und ihnen vertraut, fühlt sich dort wohl.

Wir wünschen Ihnen einen unbeschwerten Lesegenuss – ob digital oder analog.

Executive Directors: Stefan Lenz, Beat Firschmuth, Adrian Christoffel (v.l.n.r.)
«Parexa ist es wichtig, die Erkenntnisse aus Projekten zu nutzen und zu teilen, denn Fehler sollen sich nicht wiederholen. Wir kombinieren aktuelles Fachwissen mit Erfahrung aus Projekten.» Adrian Christoffel – Executive Director