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Editorial: Komplexität Beherrschen

In Unternehmen ist «Komplexität» ein oft verwendeter Begriff – manchmal auch eine Begründung oder eine Ausflucht, für Sachverhalte, die schwer zu erfassen oder zu beherrschen sind. Für uns war diese Erkenntnis aus der Projektpraxis ein Grund, die Thematik näher zu beleuchten.

Wir sind überzeugt, dass die Komplexität in einem Unternehmen grundsätzlich inhärent ist, solange am Geschäftsmodell und der Organisation keine wesentlichen Änderungen vorgenommen werden. Die Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Technologien, Kundengruppen, Vertriebskanäle, Organisationen usw. treiben die Komplexität an. Denn sie interagieren im Unternehmen auf verschiedene Weise miteinander. Ein Beispiel: Die Digitalisierung des Kundendossiers wird beeinflusst von Produkten und Parametern im Antragsprozess, das Dossier wird über verschiedene Vertriebskanäle angesprochen und den Nutzergruppen differenziert dargestellt, dabei wird es von unterschiedlichen Organisationen genutzt. In diesem Umfeld ein Digitalisierungsprojekt effizient abzuwickeln, erfordert unterschiedliche Fähigkeiten.

Zu Beginn ist es empfehlenswert, die Prozesse auszuleuchten und dabei auf die Verschlankung zu fokussieren. Mit der japanischen Methode «Makigami» werden die Abläufe über beliebige Organisationen oder Vertriebskanäle hinweg handwerklich erarbeitet und diskutiert. In unserer Beratungspraxis erleben wir dabei, dass die Prozesse dadurch plötzlich auch (be)greifbar werden.

Die Benutzung des Kundendossiers in der Organisation basiert auf Compliance- Anforderungen und erfordert eine Vielzahl von Regeln. Beispielsweise sind nicht alle Informationen für alle Mitarbeiter oder den Kunden zugänglich. Diese Regeln werden in Prozessen und Applikationen realisiert. Um sie zu beherrschen, empfiehlt es sich, diese auf Basis von konkreten Dokumenten und Bearbeitungsprozessen abzubilden.

Für die Bereitstellung des Kundendossiers ist oft auch eine umfangreiche Datenmigration zu bewerkstelligen. Ein solcher «Schwertransport» kann nicht von heute auf morgen realisiert werden. Gleichwohl gilt es, die Migration per Stichtag abwickeln zu können. Wie dieser Transport von Daten und Dokumenten nachvollziehbar und lückenlos bewältigt werden kann, erfahren Sie in der Rubrik «Projektpraxis».

Mit unserem excellence-Magazin wünschen wir Ihnen einen möglichst komplexitätsreduzierten Lesefluss und etwas Zeit für Reflexion.

«Parexa ist es wichtig, die Erkenntnisse aus Projekten zu nutzen und zu teilen, denn Fehler sollen sich nicht wiederholen. Wir kombinieren aktuelles Fachwissen mit Erfahrung aus Projekten.» Adrian Christoffel – Executive Director